Vote for Animals
The pledge

Nutztiere

Zu den wahlprüfsteine

ich mich dafür einsetzen werde, , den Transport lebender Tiere zu reduzieren, indem Tiertransporte durch den Handel mit Fleisch und Schlachtkörpern ersetzt werden.

Jährlich werden eine Milliarde Geflügel und 42 Millionen Schafe, Ziegen, Pferde, Schweine und Rinder in der EU und in Drittländer transportiert, die meisten von ihnen zur Schlachtung. Lebendtransporte werfen erhebliche Tierschutzprobleme auf, da die Tiere häufig Durst, Hunger, übermäßiger Hitze, Erschöpfung, Platzmangel oder einem Mangel an Ruhezeiten ausgesetzt sind. Lebendtiertransporte können auch ein ernstes Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen, indem sie zur Ausbreitung von Krankheiten beitragen. Die Bevorzugung des Transports von Fleisch und Schlachtkörpern hätte sehr positive Auswirkungen auf die Reduzierung von Tierleid, während der Handel erhalten bleiben würde.

ich mich für die Förderung eines schnellen Ausstiegs aus der Käfighaltung Nutztieren einsetzen werde.

Landwirtschaftliche Betriebe in der EU halten jedes Jahr bis zu 700 Millionen Hühner, Wachteln, Kaninchen, Sauen und Enten in Käfigen. Viele von ihnen verbringen einen großen Teil oder ihr ganzes Leben darin. Eingesperrte Tiere sind in ihrer Bewegung stark eingeschränkt und können keine ihrer grundlegenden natürlichen Verhaltensweisen ausleben, was sich nachteilig auf ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen auswirkt. Die generelle Käfighaltung für viele Nutztiere sollte daher verboten werden und tierfreundliche Haltungssysteme sollten gefördert werden.

ich mich für die Überarbeitung der EU-Richtlinie für Mindestvorschriften zum Schutz von Masthühnern einsetzen werden.

Die industrielle Masthühnerhaltung betrifft jährlich sieben Milliarden Tiere in der EU. Dieses Produktionssystem ist jedoch wegen der Auswahl schnellwachsender Rassen, der hohen Besatzdichte, dem Fehlen von natürlichem Licht, dem Mangel an Bewegungsanreizen oder der fehlenden Möglichkeit zu natürlichem Verhalten extrem kritisch zu bewerten. Die EU-Richtlinie enthält nur Mindestschutznormen, die aus Gründen des Tierwohls, der Umwelt und der öffentlichen Gesundheit dringend einer Überarbeitung bedürfen. Eine solche Überarbeitung wurde kürzlich auch vom Plenum des Parlaments gefordert.

sichergestellt wird, , dass das Wohlergehen der Nutztiere bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik Vorrang hat.

Derzeit werden nur 1,54% der Gelder der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU für Tierschutzmaßnahmen ausgegeben. Die Gewährleistung des Tierschutzes bei der Umsetzung der GAP ist von entscheidender Bedeutung, um den Erwartungen der europäischen Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden, da 82% der Befragten der Meinung sind, dass Nutztiere besser geschützt werden sollten t (Eurobarometer 2016).

ich mich für ein Ende der Zwangsfütterung von Enten und Gänsen, die für die Stopfleberproduktion (Foie gras) verwendet werden, einsetzen werde.

Die Produktion von Stopfleber erfordert derzeit die Zwangsfütterung von Enten und Gänsen. Die daraus resultierende Fettleber beeinträchtigt die Leberfunktion und erschwert das Atmen der Vögel. Die Zwangsfütterung ist nicht nur schmerzhaft, sondern erfordert auch das Einpferchen von Enten und Gänsen in kleine Einzelkäfige, da sie sonst die Stopfmast verweigern würden. Darüber hinaus führt die Produktion von Stopfleber zur Tötung von Millionen weiblicher Entenküken, da nur männliche Enten verwendet werden können. Zudem haben 23 EU-Mitgliedstaaten keine Stopfleberproduktion und es gibt Alternativen zur Stopfmast.Daher ist eine Anpassung der Vermarktungsnormen für „Foie Gras“ erforderlich, damit diese Alternativen auf Augenhöhe miteinander konkurrieren können.

, alle Tiere vor der Schlachtung betäubt werden.

Die EU-Schlachtverordnung legt Mindeststandards für den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Schlachtung fest. Betäubung vor der Schlachtung ist obligatorisch, Ausnahmen werden jedoch gesetzlich aus kulturellen oder religiösen Gründen toleriert. Ohne Betäubung bleibendie Tiere einige Minuten lang bei Bewusstsein und leiden schwer, was viele Interessengruppen, wie beispielsweise der Verband der Tierärzte Europas, konsequent verurteilen. Die reversible Betäubung wäre mit einer Schlachtung nach religiösen Vorschriften vereinbar und kann Tierleid vermeiden.

ich mich für die Einführung neuer Vorschriften für den Schutz der Fische zum Zeitpunkt der Schlachtung und während des Transports einsetzen werde.

Die Anzahl der Zuchtfische übertrifft bei weitem die Anzahl aller anderen Tiere, die zu Nahrungszwecken gehalten werden. Derzeit wird das Tierwohl von Fischen nicht durch spezifische EU-Rechtsvorschriften geregelt, obwohl seit 2003 wissenschaftlicher Konsens darüber besteht, dass Fische empfindungsfähig sind. Die Einführung neuer EU-Vorschriften ist notwendig, um die grundlegenden Tierschutzanforderungen von Fischen zu gewährleisten.